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Adega Maior de Mendoza,
Villagarcia de Arosa

Adegas Maior de Mendoza ließ 1979, im Valle de Salnés, einer Unterzone der D.O. Rias Baixas, zwei Parzellen mit Albariño bestocken. Seitdem werden diese 10 Hektar mit größter Sorgfalt gepflegt, denn bei Maior de Mendoza setzt man ausschließlich auf eigene Trauben dieser Rebsorte, die als die hochwertigste unter den Weißen der Iberischen Halbinsel gilt. Die Trauben werden in Kisten zu 20 Kilo gelesen und innerhalb von nur 4 Stunden verarbeitet. Marcos Barros, der Sohn des Eigentümers, der heute die Geschäfte führt, setzt kompromisslos auf Qualität. Unter hygienischen Gesichtspunkten gleicht die gesamte Adega einem Operationssaal, und die Anlagen befinden sich auf technisch höchstem Niveau. Nur so lassen sich blitzsaubere Weine mit klarer Aromatik herstellen, die international Anerkennung finden. Spätestens wenn man im verglasten Verkostungsraum, der einen traumhaften Blick auf Meer und Muschelbänke freigibt, zu einem Glas Albariño Platz genommen hat, kann man den Grund für diesen Aufwand nachempfinden.

Celler Oliveda, Capmany

Den östlichsten Teil der Pyrenäen bildet die Serra de l’Albera in deren Ausläufern die Rebberge von Celler Oliveda liegen. Dieses Weingut befindet sich seit drei Generationen in Familienbesitz und liegt im nicht einmal 1.000 Einwohner zählenden Dörfchen Capmany, ganz in der Nähe von Salvador Dalis Geburtsstadt Figueres. Die Böden sind vornehmlich Buntsandstein haltig, ergänzt durch Granitanteile. An manchen Stellen trifft man auf Granitblöcke von enormer Größe. Das Gebiet liegt in der D.O. Ampurdàn-Costa Brava und gehört zu den wenigen Gegenden Spaniens, in denen Schaumweine mit der geschützten Herstellungsbezeichnung „Cava“ erzeugt werden dürfen. Die Família Oliveda Cavas zeichnen sich besonders durch klare, saubere Fruchtigkeit aus, wobei die Hefetöne nur eine ergänzende Rolle spielen und das Geschmacksbild abrunden. Die Weißen werden lediglich aus den heimischen Rebsorten Xarel-lo, Macabeu und Parellada hergestellt. Beim Rosado wird die autochthone Granacha von Pinot Noir ergänzt, was zu mehr Frische, Lebendigkeit und Komplexität führt. Es sind süffige Cavas mit angenehm feiner Perlage für jeden Anlass.

Weingut Dietrich, Großkarlbach

Das Familienweingut liegt mit Blick auf den Haardtrand in der historischen Weinbaugemeinde Großkarlbach. Die Weinberge mit einer Gesamtrebfläche von 25 ha erstrecken sich bis Weisenheim am Sand und Laumersheim. Über 1800 Sonnenstunden im Jahr, Zitronenduft und Zypressen wecken hier mediterrane Gefühle. Heute verbinden die Brüder Arnd und Gerrit Dietrich die Tradition der Familie mit innovativen Ideen. Umso ursprünglicher schmecken ihre Weine: Klare Sortentypen, trocken ausgebaut. Echte Pfälzer Gewächse wie ihre Erzeuger. Die Voraussetzungen dafür werden im Weinberg gelegt. Top-Lagen, ausgesuchtes Pflanzmaterial, eine naturnahe Bewirtschaftung sowie viel Handarbeit. So entstehen Weine, die den einzigartigen Charakter ihrer Herkunft in sich tragen. „Deshalb setzen die Dietrichs  auch auf schonenden An- und Ausbau. Die Weine werden nicht gemacht – sie entstehen. Ergebnis sind klare Sortentypen, so vielfältig wie die Lagen, die sie hervorbringen.

Bodega Cuatro Rayas, La Seca

Bodega Cuatro Rayas liegt im Herzen der D.O. Rueda und ist eins der bedeutendsten Weingüter dieses Anbaugebietes, steuert sie doch jährlich mehr als 20% zur gesamten Produktion der D.O. bei. Bereits 1935 wurde sie als eine Kooperative gegründet, und ist heute die größte und auch eine der ältesten Bodegas in Rueda. Aus diesem Grund besitzt man hier mit einem Alter von 93 Jahren die ältesten Rebanlagen der Region, und selbst die jüngsten stehen bereits 13 Jahre im Ertrag. Über all die Jahre wurde die Bodega immer wieder modernisiert, und ist heute natürlich auf dem neusten Stand der Kellertechnik. Die lange Erfahrung mit der Rebsorte Verdejo und die beständige Qualitätsarbeit ihres Önologen Ángel Calleja, der über 40 Jahre für die Weine von Cuatro Rayas verantwortlich war, haben die Bodega zu einem Maßstab für Rueda Weine und einem Vorreiter für die Renaissance der Rebsorte Verdejo werden lassen. Mittlerweile leitet Roberto Tello den Keller, der bereits einige Jahre mit Ángel zusammengearbeitet hatte und viel von seiner Erfahrung profitieren konnte. Die Arbeit von Cuatro Rayas und die Qualität ihrer Weine wurde auch durch die strengen Zertifizierungen BRC (British Retail Consulting) und IFS (International Food Standard) anerkannt. Ganz neu ist ein Wermut, reinsortig aus Verdejo Trauben hergestellt, wovon die Hälfte in Barriques vergoren worden ist.

Bodegas Frutos Villar, Toro

Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts begann die Familie Frutos Villar mit dem Handel von Weinen aus der Gegend um die Stadt Toro, bevor 1920 dort die eigene Kellerei entstand. Mittlerweile leitet mit José Luis Villar Rodríguez bereits die vierte Generation die Geschicke des Familienbetriebs, der mit drei weiteren für die Gründung der D.O. Toro verantwortlich ist. In jeder Epoche wurde den veränderten Anforderungen Rechnung getragen, und so werden heute in einer modernen Bodega zeitgemäße, fruchtbetonte Tropfen erzeugt, wobei uns die Muruve Weine am besten gefallen haben. Hier findet eine klare und konsequente Steigerung vom Jungwein bis zur Spitze statt. Für Joven und Roble wird mittlerweile maschinell geerntet, wobei die Trauben für Crianza und Reserva nach wie vor von Hand gelesen werden. Alle vier sind reinsortig aus Tempranillo vinifiziert, und sie profitieren natürlich vom hohen Alter der Rebstöcke, deren älteste fast 100 Jahre „auf dem Buckel“ haben. Beim Fassausbau wird größtenteils auf amerikanische Eiche gesetzt, für den Roble gänzlich, bei Crianza und Reserva mit kleinen Anteilen französischer Barriques. Der Holzeinsatz ist adäquat der Fruchtdichte dosiert, so dass ausgewogene Weine entstehen, bei denen Harmonie und Vielschichtigkeit im Vordergrund stehen, ohne aber die Kraft eines Toros vermissen zu lassen.

Alvar de Dios Hernandez, El Pego

Der Wingert  für den „Aciano El Pego“ von Alvar de Dios Hernandez liegt im ganz Süden von Toro. Angelegt von seinem Urgroßvater, ist dieses Weinfeld inzwischen über 90 Jahre alt und das besondere daran ist, dass es sich um wurzelechte Reben handelt. Der Bodenuntergrund besteht hauptsächlich aus Sand, welcher mit Kieselerde versetzt ist. Diese Bodenformation macht den Wein eleganter, und er wirkt feinstrukturierter als viele andere Weine dieser Region. Das Projekt von Alvar ist eigentlich auch kein wirkliches Weingut, sondern Alvar hat sich einfach dazu entschlossen, aus dem Familienerbe endlich einen eigenen Wein zu bereiten. Vorher wurden die Trauben immer an das bekannte Weingut Numanthia Termes veräußert. Nun wird mit dem Aciano zwar ein eigener Wein vinifiziert, allerdings nur einige wenige Fässchen zu je 300 Litern. Drei kleine Parzellen mit den unterschiedlichen Bodenformationen Kalk, Ton und Sand sind die Basis für seinen neustes Projekt „Tío Uco“, einen Toro Wein, wie er sein sollte. Kraftvoll am Gaumen, würzig und mit erdiger Frucht. Lange Hefestandzeiten, fünf Monate Barriqueausbau, ungefiltert und ungeschönt abgefüllt ergeben eine Art Urwein in begrenzter Menge von nur 2.500 Flaschen. Beiden Weinen gemeinsam ist, dass sie es einem danken, wenn vor dem Genuss gut dekantiert werden

Bodegas Monteabellón, Rueda

Die Familie García Aparicio gründete im Jahr 2000 in dem kleinen Örtchen Nava de Roa das Weingut Monteabellón. Inzwischen gehören sechzig Hektar zu Bodegas Monteabellón, und obwohl die Kellerei beständig größer geworden ist, wird die Qualität der Weine Jahr für Jahr besser. Dies liegt zum einen an der sehr sorgfältigen Weinberg Arbeit und zudem an niedrigen Erträgen, was für die Qualitäten hier als immens wichtig angesehen wird. Darüber hinaus wird immer nur nachts geerntet, damit die Temperaturen möglichst konstant sind, um die Trauben so schonend wie möglich einzubringen. So gelangt nur vollreifes, gesundes Lesegut in die Bodega. Da Juan Manuel, Sohn des Hauses, ein Schulfreund seines Namensvetters Juan Manuel Burgos ist, lag es nahe, sich dessen Erfahrungen mit den Avan Weinen nicht zu verschließen. Als beratender Önologe wurde Isaac Fernandez, ehemaliger Weinmacher bei Mauro, verpflichtet. Isaac ist ein erstklassiger und zugleich recht umtriebiger Önologe aus Kastilien, und gemeinsam mit Juan Manuel entstand die Idee, ihren eigenen Verdejo auszubauen. Bei der intensiven Suche nach einem erstklassigen Rebfeld fanden sie in Rueda eine Parzelle, die mit über 30 Jahre alten Verdejo Reben bestockt ist. Ergebnis ist nun ein recht Frucht betonter wie auch mineralischer, vom Boden geprägter, Rueda Verdejo.

Celler Pere Guardiola, Capmany

In den östlichen Ausläufern der Pyrenäen, unweit von Girona, bewirtschaften Jordi Pairo und seine Tochter Marta das Weingut Celler Pere Guardiola, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Eine Urkunde aus dem Jahr 1871 belegt den Kauf des Weinbergs „El Mirgoler“, der sich noch heute im Besitz der Familie befindet.  Auf 38 Hektar eigener Rebfläche werden die für Katalonien typischen Klassiker Cariñena Negra, Garnacha Negra und Ull de Llebre angepflanzt, mittlerweile gehören aber auch Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah zum Traubenrepertoir. Hier in der D.O. Ampurdàn Costa Brava herrschen strenge klimatische Bedingungen mit extrem heißen Sommern und eiskalten Wintern. Hinzu kommt, dass der Tramuntana, ein Fallwind, der von den Bergen kommend, über die Rebflächen fegt, die Böden austrocknet und so zusätzlich für Wasserstress bei den Reben sorgt. All das erbringt in der Regel weniger Ertrag, dafür aber umso mehr Extrakt. Von den Weinen erschien uns der Floresta mit der eigenwilligen Bezeichnung 3B8 als der interessanteste Zugang zu diesem Weingut. Der Name stammt noch von der ursprünglichen Idee, einen Wein aus 3 Rebsorten  mit 8 Monaten Barrique zu kreieren. Heute reift die kräftige Cuvée aus den Rebsorten Garnacha, Samsó und Cabernet Sauvignon allerdings während 35 Monaten in Barriques aus französischer Eiche. Dunkles Rot in der Farbe mit kräftig fruchtigen Aromen dunkler Beeren und mediterraner Kräuter im Bouquet. Im Geschmack gesellen sich reife Brombeeren, schwarze Kirschen, Mokka und Vanille hinzu.

Bodegas Monteabellón, Nava de Roa

Die Familie García Aparicio gründete im Jahr 2000 in dem kleinen Örtchen Nava de Roa das Weingut Monteabellón. Inzwischen gehören sechzig Hektar zu Bodegas Monteabellón, und obwohl die Kellerei beständig größer geworden ist, wird die Qualität der Weine Jahr für Jahr besser. Dies liegt zum einen an der sehr sorgfältigen Weinberg Arbeit und zudem an niedrigen Erträgen, was für die Qualitäten hier als immens wichtig angesehen wird. Darüber hinaus wird immer nur nachts geerntet, damit die Temperaturen möglichst konstant sind, um die Trauben so schonend wie möglich einzubringen. So gelangt nur vollreifes, gesundes Lesegut in die Bodega. Da Juan Manuel, Sohn des Hauses, ein Schulfreund seines Namensvetters Juan Manuel Burgos ist, lag es nahe, sich dessen Erfahrungen mit den Avan Weinen nicht zu verschließen. Als beratender Önologe wurde Isaac Fernandez, ehemaliger Weinmacher bei Mauro, verpflichtet. Isaac ist ein erstklassiger und zugleich recht umtriebiger Önologe aus Kastilien, und gemeinsam mit Juan Manuel entstand die Idee, ihren eigenen Verdejo auszubauen. Bei der intensiven Suche nach einem erstklassigen Rebfeld fanden sie in Rueda eine Parzelle, die mit über 30 Jahre alten Verdejo Reben bestockt ist. Ergebnis ist nun ein recht Frucht betonter wie auch mineralischer, vom Boden geprägter, Rueda Verdejo.

Bodegas Aragonesas, Fuendejalón

Ganz im Norden Aragóns, in der Provinz Zaragoza, liegt das Städtchen Fuendejalón mit seinen knapp 1.000 Einwohnern, umgeben von einem Meer aus Garnacha Reben. Hier, wo die Ursprünge des Weinbaus auf die Zisterzienser Mönche des Klosters Veruala im 12. Jahrhundert zurückgehen, wurde 1984 Bodegas Aragonesas gegründet, deren älteste Weinberge allerdings schon über 100 Jahre alt sind. Das Rebspektrum ist mit Sorten wie Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Mazuela, Chardonnay, Macabeo und Muscat recht groß, doch der absolute Star unter ihnen ist die Garnacha, die schon seit Jahrhunderten hier zu Hause ist. Hier liegt auch das Hauptaugenmerk der Bodega, denn die Tradition hochwertiger Garnacha Weine soll bewahrt und mit Hilfe modernster Technologie, im Weinberg wie auch im Keller, zeitgemäß verfeinert und immer wieder verbessert werden. Das strenge Klima mit sehr heißen Sommern und eiskalten Wintern, und die kargen kalk und eisenhaltigen Lehmböden mit einer Deckschicht roter Steine sind Basis für die eigenständigen Garnacha Weine des Önologenteams um Javier Vela. Ecce Homo ist ursprünglich der Titel eines Jesus Freskos, das der Künstler Elías García Martínez vor über 100 Jahren an die Säule einer alten Wallfahrtskapelle beim Städtchen Borja gemalt hatte. Cecilia Jiménez, damals 82 jährige Einwohnerin von Borja, befand das Kunstwerk im Jahre 2012 einer Restaurierung bedürftig und führte diese auch gleich mit bescheidenen Mitteln durch. Mittlerweile wollen jährlich Tausende Neugierige das Ergebnis bewundern und „pilgern“ nach Borja. Bodegas Aragonesas hat eine Vereinbarung getroffen, wonach mit einem Teil der Verkaufseinnahmen der „Ecce Homo“ Weine das örtliche Altenstift Santo Espíritu de Borja unterstützt wird. Deshalb sind es auch „vinos solidarios“. Ecce Homo Garnacha Joven ist ein Jungwein von 47 Jahre alten Reben mit brillant kirschroter Farbe und intensivem Duft nach roten und dunklen Früchten, aromatisch und frisch, intensiv aber lebendig, ganz einfach ein süffiger Trinkspaß. Der Weinberg für die Garnacha Selección ist weitere 15 Jahre älter, und der Wein wurde 12 Monate in französischen Barriques ausgebaut. Er präsentiert sich fruchtbetont, weich und mundfüllend mit einer schönen Balance aus reifer Frucht und mild unterstützenden Tanninen. Und das Lesegut für Garnacha Centenaria kommt aus den ältesten Anlagen, die vor über 80 Jahren angelegt wurden, teilweise sogar vor über einem Jahrhundert. Wegen des nur 4 Monate kurzen Ausbaus in neuen französischen Barriques, ergibt sich eine andere Stilistik. Präsente, primäre Fruchtaromen harmonieren mit Fülle und Dichte und den feinen Vanilletönen des Holzes. 

 

 

 

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