KategorieAmpurdàn – Costa Brava

Celler Oliveda, Capmany

Den östlichsten Teil der Pyrenäen bildet die Serra de l’Albera in deren Ausläufern die Rebberge von Celler Oliveda liegen. Dieses Weingut befindet sich seit drei Generationen in Familienbesitz und liegt im nicht einmal 1.000 Einwohner zählenden Dörfchen Capmany, ganz in der Nähe von Salvador Dalis Geburtsstadt Figueres. Die Böden sind vornehmlich Buntsandstein haltig, ergänzt durch Granitanteile. An manchen Stellen trifft man auf Granitblöcke von enormer Größe. Das Gebiet liegt in der D.O. Ampurdàn-Costa Brava und gehört zu den wenigen Gegenden Spaniens, in denen Schaumweine mit der geschützten Herstellungsbezeichnung „Cava“ erzeugt werden dürfen. Die Família Oliveda Cavas zeichnen sich besonders durch klare, saubere Fruchtigkeit aus, wobei die Hefetöne nur eine ergänzende Rolle spielen und das Geschmacksbild abrunden. Die Weißen werden lediglich aus den heimischen Rebsorten Xarel-lo, Macabeu und Parellada hergestellt. Beim Rosado wird die autochthone Granacha von Pinot Noir ergänzt, was zu mehr Frische, Lebendigkeit und Komplexität führt. Es sind süffige Cavas mit angenehm feiner Perlage für jeden Anlass.

Celler Pere Guardiola, Capmany

In den östlichen Ausläufern der Pyrenäen, unweit von Girona, bewirtschaften Jordi Pairo und seine Tochter Marta das Weingut Celler Pere Guardiola, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Eine Urkunde aus dem Jahr 1871 belegt den Kauf des Weinbergs „El Mirgoler“, der sich noch heute im Besitz der Familie befindet.  Auf 38 Hektar eigener Rebfläche werden die für Katalonien typischen Klassiker Cariñena Negra, Garnacha Negra und Ull de Llebre angepflanzt, mittlerweile gehören aber auch Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah zum Traubenrepertoir. Hier in der D.O. Ampurdàn Costa Brava herrschen strenge klimatische Bedingungen mit extrem heißen Sommern und eiskalten Wintern. Hinzu kommt, dass der Tramuntana, ein Fallwind, der von den Bergen kommend, über die Rebflächen fegt, die Böden austrocknet und so zusätzlich für Wasserstress bei den Reben sorgt. All das erbringt in der Regel weniger Ertrag, dafür aber umso mehr Extrakt. Von den Weinen erschien uns der Floresta mit der eigenwilligen Bezeichnung 3B8 als der interessanteste Zugang zu diesem Weingut. Der Name stammt noch von der ursprünglichen Idee, einen Wein aus 3 Rebsorten  mit 8 Monaten Barrique zu kreieren. Heute reift die kräftige Cuvée aus den Rebsorten Garnacha, Samsó und Cabernet Sauvignon allerdings während 35 Monaten in Barriques aus französischer Eiche. Dunkles Rot in der Farbe mit kräftig fruchtigen Aromen dunkler Beeren und mediterraner Kräuter im Bouquet. Im Geschmack gesellen sich reife Brombeeren, schwarze Kirschen, Mokka und Vanille hinzu.

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