Eigentlich steht der Name Pons für hochwertige Olivenöle aus Katalonien, denn dort in der Provinz Lérida werden seit Generationen Oliven geerntet und gepresst. Diese Region ist zwar bekannt für strenge Winter, doch im Dezember 2001 war es so extrem, dass großflächig alte Olivenbäume erfroren. Da entschied die Familie Pons, sich ein zweites Standbein zu schaffen, und auf diesen Flächen Reben anzupflanzen. Natürlich wurde die heimische Garnacha gesetzt, sowohl als Tinta wie auch als Blanca, ebenso internationale Sorten, aber auch für diese Gegend ungewöhnliche wie Albariño oder Moscatel. Als sich die Möglichkeit ergab zwei sehr alte und bestockte Parzellen zu erwerben, wurde die Chance genutzt und damit nicht nur das Rebsorten Spektrum erweitert, sondern auch der Altersschnitt der Pflanzen deutlich angehoben. Fast alle Weine werden in Barriques ausgebaut, hauptsächlich französischen Ursprungs. Nur beim Roc de Foc werden 2000 Liter fassende Eichenfässer verwendet. Eine der Parzellen wurde mit der seltenen Rebesorte Marcelan bestockt, doch leider nur in so begrenzter Anzahl, dass der Ertrag im ersten Jahr lediglich für etwa 800 Flaschen ausreichte. Aus dieser Not wurde die Serie 800 geboren, wobei die beiden letzten Ziffern jeweils auf den Jahrgang verweisen. Mittlerweile gibt es ein wenig mehr, aber es bleibt eine Rarität. Clos Pons mit seinen eleganten Weinen, der ansprechenden Ausstattung, übrigens auch bei den in schönen Einzelkartons verpackten Magnum Flaschen, ist sicher eines der spannendsten Projekte in der D.O. Costers del Segre.