KategorieToro

Bodegas Frutos Villar, Toro

Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts begann die Familie Frutos Villar mit dem Handel von Weinen aus der Gegend um die Stadt Toro, bevor 1920 dort die eigene Kellerei entstand. Mittlerweile leitet mit José Luis Villar Rodríguez bereits die vierte Generation die Geschicke des Familienbetriebs, der mit drei weiteren für die Gründung der D.O. Toro verantwortlich ist. In jeder Epoche wurde den veränderten Anforderungen Rechnung getragen, und so werden heute in einer modernen Bodega zeitgemäße, fruchtbetonte Tropfen erzeugt, wobei uns die Muruve Weine am besten gefallen haben. Hier findet eine klare und konsequente Steigerung vom Jungwein bis zur Spitze statt. Für Joven und Roble wird mittlerweile maschinell geerntet, wobei die Trauben für Crianza und Reserva nach wie vor von Hand gelesen werden. Alle vier sind reinsortig aus Tempranillo vinifiziert, und sie profitieren natürlich vom hohen Alter der Rebstöcke, deren älteste fast 100 Jahre „auf dem Buckel“ haben. Beim Fassausbau wird größtenteils auf amerikanische Eiche gesetzt, für den Roble gänzlich, bei Crianza und Reserva mit kleinen Anteilen französischer Barriques. Der Holzeinsatz ist adäquat der Fruchtdichte dosiert, so dass ausgewogene Weine entstehen, bei denen Harmonie und Vielschichtigkeit im Vordergrund stehen, ohne aber die Kraft eines Toros vermissen zu lassen.

Alvar de Dios Hernandez, El Pego

Der Wingert  für den „Aciano El Pego“ von Alvar de Dios Hernandez liegt im ganz Süden von Toro. Angelegt von seinem Urgroßvater, ist dieses Weinfeld inzwischen über 90 Jahre alt und das besondere daran ist, dass es sich um wurzelechte Reben handelt. Der Bodenuntergrund besteht hauptsächlich aus Sand, welcher mit Kieselerde versetzt ist. Diese Bodenformation macht den Wein eleganter, und er wirkt feinstrukturierter als viele andere Weine dieser Region. Das Projekt von Alvar ist eigentlich auch kein wirkliches Weingut, sondern Alvar hat sich einfach dazu entschlossen, aus dem Familienerbe endlich einen eigenen Wein zu bereiten. Vorher wurden die Trauben immer an das bekannte Weingut Numanthia Termes veräußert. Nun wird mit dem Aciano zwar ein eigener Wein vinifiziert, allerdings nur einige wenige Fässchen zu je 300 Litern. Drei kleine Parzellen mit den unterschiedlichen Bodenformationen Kalk, Ton und Sand sind die Basis für seinen neustes Projekt „Tío Uco“, einen Toro Wein, wie er sein sollte. Kraftvoll am Gaumen, würzig und mit erdiger Frucht. Lange Hefestandzeiten, fünf Monate Barriqueausbau, ungefiltert und ungeschönt abgefüllt ergeben eine Art Urwein in begrenzter Menge von nur 2.500 Flaschen. Beiden Weinen gemeinsam ist, dass sie es einem danken, wenn vor dem Genuss gut dekantiert werden

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