Rafael Cambra stammt aus Valencia und hat nach seinem Studium der Önologie in Valencia und Montpellier zunächst in Navarra und der Rioja gearbeitet, ehe er aus familiären Gründen in den elterlichen Betrieb eingetreten ist. Es handelt sich hierbei um eine der größten Rebschulen Europas, in dritter Generation im Familienbesitz. So ist er in doppeltem Sinn „zu seinen Wurzeln zurückgekehrt“. Den Wein hat er jedoch nie aus den Augen verloren und mittlerweile besitzt er einige Hektar Weinberge südlich von Valencia. Seine Liebe gilt der Rebsorte Monastrell, die hier ebenso zu Hause ist, wie er selbst. Bei seinem Erstling, Uno, setzt er ganz auf diese Traube und auf französisches Holz, verzichtet aber auf jegliche Klassifizierung und damit seiner Meinung nach auch auf zu viel Reglementierung. Folgerichtig nannte der seinen zweiten Wein „Dos“, der mittlerweile ein echter Renner geworden ist und auch mit seinem leuchtend orangefarbenen Etikett für Aufsehen sorgt. Auch hier, mit der Stadtfarbe von Valencia, zeigt er echtes Lokalkolorit. Der dritte Vertreter lässt mit seinem Namen dessen Verfügbarkeit erahnen – Minimum. Es handelt sich um einen sehr dichten Monastrell mit etwas Cabernet Franc, ausgebaut in neuem, französischen Holz. Das flotte Etikett des neusten Weins, El Bon Homme, verrät schon ein wenig über dessen Charakter, gradlinig und lebendig, aus Cabernet und Monastrell mit ganz leichten Eichenaromen.